Wer nichts weiß, muss alles glauben

Begleitet wird die Konferenz von einer Ausstellung...

 

»Wer nichts weiß, muss alles glauben.« – Ohne dies je so beabsichtigt zu haben, unterstreicht der Sinnspruch von Marie Ebner-Eschenbach die Bedeutung von Infografiken. Die visuelle Darstellung komplexer Zusammenhänge bereitet Wissen in verständlicher und kompakter Form auf und macht es so abseits vom reinen »Glauben« zugänglich.

Prof. Michael Stoll von der Hochschule Augsburg gewährt anlässlich des 9. Münchner Typotages UEBER||QUELLEN Einsicht in seine private Sammlung und gibt mit der Ausstellung einen Überblick über die Geschichte der Infografik von der Wende zum 20. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre hinein. Gezeigt werden unter anderem ein aus dem Jahr 1900 stammender amerikanischer Statistikatlas zum Zensus von 1876, der die Entwicklung der USA sowie deren bevölkerungsreichste Gebiete darstellt. Daneben veranschaulicht beispielsweise ein Trainingsmanual der US-Navy mit dem Titel » Flight thru instruments« von 1945, welche Kräfte auf ein Flugzeug wirken, wie man es steuert oder welche Flugmanöver vollführt werden können.

Prof. Stolls Sammlung enthält neben beziehbaren Werken auch seltene oder vergriffene, die er auf Flohmärkten findet. Sein Lieblingsstück ist das große ADAC-Buch: Der praktische Ratgeber für jeden Autofahrer aus dem Jahr 1976 zeigt illustrativ das motorisierte Innenleben verschiedenster Modelle, teilweise bis ins kleinste Detail.

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist von 18. bis 24. Februar täglich von 16 bis 18 Uhr begehbar, ausgenommen dem 22. Februar.

Halle 27, KOCHAN & PARTNER
Hirschgartenallee 27 Rgb.
80639 München

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